Geschichten & Sagen

Das Marterl
An der Freihölser Straße gibt es ein Marterl, das früher nicht weit davon an der Abzweigung der alten Diebiser Straße gestanden hat. Das Marterl erinnert an eine furchtbare Bluttat, geschehen im August des Jahres 1668. Nach der Überlieferung sind dort drei Viehhändler (es sollen "Sautreiber" gewesen sein), die zuvor beim Wirt ausgiebig gezecht hatten, auf ihrem Weiterweg von finsteren Gesellen erschlagen und ihrer Barschaft beraubt worden. Gewiss ist nur, dass just zu dieser Zeit drei ermordet aufgefundene unbekannte Tote im Pittersberger Friedhof beerdigt wurden, wie eine entsprechende Eintragung in einem alten Kirchenbuch belegt.

Die Pittersberger Glocke
Der Sage nach hatte Pittersberg einmal eine mächtige Glocke. Wenn man vor einem Gewitter die Glocke läutete, verzog sich das Unwetter nach Osten, hinüber ins "Böhmische". Es muss in der Zeit der Hussiteneinfälle (1. Hälfte des 15. Jahrhunderts) gewesen sein, als deshalb die Böhmen nach Pittersberg kamen, um diese Glocke zu stehlen. Auf dem Rückweg gerieten die Räuber in einen Sumpf. Wagen samt Glocke drohten zu versinken. Die Diebe warfen hinter Schwandorf die Glocke vom Wagen und kurzerhand in den Sumpf, wo sie tief einsank. Stößt man an dieser Stelle mit einer Stange in den Sumpf, kann man die Glocke hören. Ein Brunnen daneben heißt deshalb "Glockenbrunnen".

Die geheimnisvolle Tunnel
Die früheren Bewohner von Pittersberg haben vor hunderten von Jahren einen 30 Meter langen Tunnel (etwa 2 Meter hoch und 2 Meter breit) vorbildlich in den Fels gehauen. Die Höhle gleicht einer unterirdischen Festung. Da sie auch als bombensicher galt, diente sie als Zufluchtsort während des zweiten Weltkrieges.
Archiv Unterlagen berichten von folgender Sage: Danach führe vom Arlinger Felsenkeller einunterirdischer Gang zur etwa 1,5 Kilometer entfernten Pittersberger Pfarrkirche. Alte Bürger und sonstige Berichte sprechen gerade auch in der Oberpfalz von einem ganzen Netz unterirdischer Gänge. Heute kann man nur noch etwa 30 Meter in den Tunnel hineingehen - dieser ist nämlich wegen Einsturzgefahr zugemauert worden. In den Ritzen haben sich Fledermäuse eingenistet. Der Eingang der Höhle ist heute so zugewachsen, dass man ihn kaum findet.